Zero Waste - 10 erste Schritte, die wirklich JEDER umsetzen kann!





Letzte Woche habe ich HIER ein paar erste Gedanken zu einem neuen Thema auf meinem Blog mit euch geteilt. 

Viele von euch fragen sich sicher, wie Zero Waste überhaupt auf den Alltag übertragbar sein soll. 
Ist das was für mich?
Ist das nicht zu aufwändig?
Ist es finanziell für mich darstellbar?
Muss ich auf vieles verzichten?

Heute möchte ich euch deshalb 10 erste Schritte aufzeigen, die wirklich JEDER von uns ohne Weiteres umsetzen kann, und damit schon einmal einen großen Beitrag leistet!

Zunächst sei erwähnt, dass Zero Waste auf 5 einfachen Prinzipien beruht, die unbedingt auch in der aufgeführten Reihenfolge eingehalten werden sollten: 

1. Refuse - Vermeiden
2. Reduce - Reduzieren
3. Reuse - Wiederverwerten
4. Recycle - Recyclen 
5. Rot - Kompostieren 

Oft liest man auch noch von einem weiteren Prinzip, das ich euch auf Grund seiner Relevanz auf keinen Fall vorenthalten möchte: 
Repair - Reparieren

Meine 10 Schritte zu Zero Waste habe ich auf Grund dessen auch in der Reihenfolge der 5 Prinzipien aufgebaut.

REFUSE 

1. Auch Briefkästen können sprechen! 

Und zwar in Form von kleinen Aufklebern auf denen "Bitte keine Werbung und kostenlose Zeitungen" steht! Damit vermeidet ihr schon einmal, dass der spätere Müll überhaupt in eurem Briefkasten landet. Entsprechende Aufkleber erhaltet ihr übrigens in jedem Baumarkt und auch sonst sind sie in vielen Supermärkten zu finden! 



2. Schöne neue Online-Welt! 

Inzwischen ist es fast lückenlos möglich regelmäßig anfallende Rechnungen in papierloser Form, nämlich online zu erhalten. Auch gibt es mittlerweile viele Zeitungen und Magazine, die eine digitale Leseform ihrer aktuellen Ausgabe anbieten. Informiert euch doch einfach mal bei den für euch relevanten Stellen. Manchmal bewirkt auch schon eine kurze, nette E-Mail Wunder und schon habt ihr euren Mülleimer und die Umwelt wieder ein Stück mehr entlastet!

REDUCE 

3. Zu Verkaufen / Zu Verschenken! 

Zero Waste und Minimalismus gehen Hand in Hand. Und auch grundsätzlich kann es nicht schaden, das eigene Leben von Zeit zu Zeit zu entrümpeln. Doch wohin mit den ganzen aussortierten Dingen, die in Hinblick auf Müllvermeidung nicht weggeschmissen werden sollten und vielleicht auch viel zu schade zum wegschmeißen sind? Erkundigt euch in eurer Stadt doch mal nach sozialen Second Hand Läden. Die freuen sich immer sehr über Spenden! Aber auch online Plattformen können dabei helfen, die aussortierten Sachen zu verschenken oder sogar zu verkaufen! 

     
4. Lose Ware vorziehen! 

In den Discountern ist dieser Punkt leider ein großes Problem. Bei den gängigen Supermärkten sieht das hingegen schon besser aus. Allerdings besteht hier oft das Problem, dass gerade Bio-Ware in Plastik verpackt ist. In meinem letzten Post wurde ich deshalb zurecht gefragt was denn nun das geringere Übel wäre? Plastik oder Pestizide? Wir sind uns natürlich alle darüber einig, dass beides im besten Fall vermieden werden sollte! Doch wie? Auf die vielen Alternativen, die einem zum Supermarkt zur Verfügung stehen würde ich gerne in meinem nächsten Zero Waste Post eingehen. Heute möchte ich euch erst einmal ans Herz legen, so viel wie nur eben möglich auf Verpackung jeglicher Art zu verzichten. 
Das hier soll ja der Anfang einer Reise sein und keiner muss sein Leben innerhalb weniger Wochen komplett auf dem Kopf stellen! :-) 

5. Einfach mal GROß denken! 

Mal abgesehen davon, dass Großpackungen oft viel günstiger sind (natürlich auf die Menge gerechnet!), bringen sie in der Regel auch viel weniger Verpackung mit sich! Beim nächsten Einkauf also einfach mal darauf achten, ob es das gewünschte Produkt nicht auch eine Nummer größer gibt - es lohnt sich!

REUSE 

6. Baumwolltaschen etablieren! 

Gerade hier in den USA sind Plastiktaschen ein großes Problem, da man sie immer und überall kostenlos hinterhergeworfen bekommt. Ihr könnt euch diese Blicke nicht vorstellen wenn man die Kassiererin darauf hinweist, dass man eine eigene Tasche mitgebracht hat - herrlich!Das Schöne daran ist aber, dass dadurch schon häufig interessante Gespräche über Mensch und Umwelt entstanden sind. So weiß ich zum Beispiel, dass wir Europäer in den USA dafür bekannt sind, unsere eigenem wiederverwendbaren Taschen mitzubringen :-)In Deutschland sind Plastiktaschen nicht so ein großes Problem wie hier in den USA, da sie in aller Regel bezahlt werden müssen. Es kommt aber leider immer noch viel zu selten vor, dass wiederverwendbare Alternativen bewusst mit zum Einkaufen genommen werden. Oft werden sie auch schlicht und ergreifend zuhause vergessen.Um dem in Zukunft entgegen zu wirken empfehle ich euch, immer 1-2 Baumwolltaschen im Auto oder im Fahrradkorb zu bunkern - für den Fall der Fälle quasi! Wer keine Möglichkeit besitzt, die Taschen dauerhaft im Auto oder Fahrrad zu lagern, der kann auch einfach alle verfügbaren Taschen in einer Großen verstauen und diese an die Wohnungstüre hängen. So hat man sie auf jeden Fall immer im Blick wenn man die Wohnung verlässt. 

    
7. Coffee to go? Das geht auch Nachhaltig!

Wer genießt nicht gerne mal einen Coffee to go auf dem Weg zur Arbeit oder während des Stadtbummels? Das muss aber nicht bedeuten, dass man zur Müllproduzierung unnötig beitragen muss! Es gibt inzwischen viele tolle und wiederverwendbare Thermobecher, die meiner Erfahrung nach den Kaffee oder Tee auch noch länger warm halten. Oft ist es auch so, dass man mit dem eigenen Becher bei den Coffee Shops noch einen kleinen Rabatt bekommt - wie genial ist das denn bitte? :-) 

                           

RECYCLE 

8. Richtig Müll trennen! 

In Deutschland gibt es leider immer noch keine einheitliche Mülltrennung. 
Grundsätzlich ist es aber so, dass in Deutschland Bio-/, Rest-/, Wertstoff-/, Papier-/ und Glasmüll getrennt werden können. In der Region meines Vaters wird sogar auch noch Alumüll extra gesammelt. 

Falls es in eurer Region auch noch eine speziellere Trennung gibt oder ich etwas vergessen haben sollte, lasst es mich doch bitte in den Kommentaren wissen! :-) 

Ich bitte euch nun also darum zumindest die bei euch vorgeschriebene Mülltrennung einzuhalten! Das vereinfacht den Verwertungsvorgang erheblich und trägt außerdem zu einer ersten Entlastung bei.
Für alle, die gerne selbst noch etwas zur Mülltrennung beitragen möchten aber zum Beispiel keine Bio-/ oder Papiertonne haben, für die habe ich im nächsten Zero Waste Post ein paar klasse Tipps! 


9. Die richtige (Verpackungs-) Wahl treffen! 

Mit jedem Kassenzettel den wir nach einem Einkauf erhalten, halten wir unseren ganz persönlichen Stimmzettel in der Hand! Wir haben gerade darüber entschieden, was in Zukunft weiterhin produziert wird und wie es produziert wird! 
Es macht also durchaus Sinn, über die Wahl die man trifft, eingehend nachzudenken.
Gerade in klassischen Supermärkten hat man oft Regale voller Entscheidungsmöglichkeiten. 
Achtet also darauf, Papierverpackungen und Glasflaschen wann immer es möglich ist zu bevorzugen! 

10. Einwegflaschen den Rücken kehren! 

Mal abgesehen davon, dass Getränke meiner Meinung nach in Glasflaschen einfach besser schmecken, so ist es auch um ein Vielfaches gesünder für unseren Körper! 
Außerdem ist das Leitungswasser vielerorts in Deutschland in hervorragender Trinkwasserqualität verfügbar. Das spart nicht nur viel Geld, sondern auch die nervige Schlepperei in die Wohnung. Wer dennoch (wenn auch nur hin und wieder) Wasser, Säfte, Limonaden und Co. kaufen möchte, der sollte auch hier Glasflaschen oder zumindest Mehrwegflaschen wählen!

ROT 

Das Thema kompostieren möchte ich heute noch nicht weiter mit euch besprechen, habe es der Vollständigkeit halber aber dennoch mit aufgeführt. Die meisten von euch werden, wie ich, in einer Wohnung (bestenfalls mit Balkon) leben und keine Möglichkeit haben, im Garten einen eigenen Kompost anzulegen. Auch hier habe ich eine tolle Alternative für euch, die ich beim nächsten Mal vorstellen möchte! :-) 

Hier habe ich noch ein paar Beiträge zum Thema
Bis zum nächsten Mal!
Viele herzliche Grüße


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  1. Das sind auch die Punkte bei denen ich mir viel Mühe gebe. Der Kaffeebecker ist süss=) Ich trinke praktisch nie take-away-coffee, deswegen habe ich auch keine solchen Becher. Ist aber eine super Idee!
    Liebe grüsse,
    Krisi

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    Antworten
    1. Liebe Krisi,
      Das mit dem take-away-coffee ist vor allem hier in den USA ein riesen Problem. In Deutschland hätte ich das noch gar nicht so stark beobachtet. Aber hier rennt wirklich jeder Zweite mit einem Wegwerfbecher rum und da kommt natürlich dann so einiges zusammen. Was bei uns das gemütliche Eis essen ist, ist hier eben das gemütliche bei Starbucks sitzen. Vielen Dank, ich liebe meinen Kaffeebecher auch sehr! :-)
      Herzliche Grüße
      Mia

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  2. Oh ja, der Kaffeebecher sieht so niedlich aus. Aus welchem Material ist der Deckel? Ist der aus Silikon?
    Ich finde es immer wieder amüsant, dass es in Deutschland ja eine richtige Stoffbeutel-Kultur entwickelt hat (oder war sie schon immer da?) und die ja auch häufig als normaler Taschenersatz dienen. :D Die werden einen ja auch überall hinterhergeworfen...finde ich aber gut. ^^ Ich kann mir gar nicht vorstellen, wie Öko man dann in Amerika rüberkommt mit seinen Stoffbeuteln. :D
    Tolle Tipps!
    Liebe Grüße

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    Antworten
    1. Liebe Phine,
      der Deckel ist aus Silikon! :-)
      Ja, in Deutschland sind Stofftaschen total normal und jeder besitzt sie. Hier habe ich Schwierigkeiten (mal abgesehen von online) überhaupt welche zu finden :-(
      Ich würde mich grundsätzlich nicht als großer Öko bezeichnen...Alternativ? Ja! Anders? Ja! Reflektiert? Ja! Aber Öko? Vielleicht ein wenig ;-) Aber seit ich hier in den USA bin komm ich mir wirklich wie der klassische Öko schlechthin vor :-D Hier hat man aber auch das Problem auf viel mehr Sachen achten zu "müssen". Ist es WIRKLICH bio? Ist es genmanipuliert? Gibt es das auch ohne Plastik? Wir in unserem süßen kleinen Land sind was die Ökobilanz angeht schon sehr fortschrittlich und das weiß ich nun wirklich zu schätzen! :-)
      Hab einen schönen Sonntagabend!
      Herzliche Grüße
      Mia

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Ich freue mich unglaublich über eure Gedanken, Meinungen und Worte!

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